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Stödtlen Aktuell

Artikel vom 05.08.2020

Wie gehts weiter mit der Linde?

 
"Wie geht′s weiter mit der Linde?", werde ich oft gefragt. In der Lindenstraße musste leider ein denkmalgeschützter, alter Lindenbaum gefällt werden. Insgesamt sind 1.410,- € an Spenden für einen neuen Baum zusammen gekommen. Nun, Bäume werden im Herbst oder Frühjahr gepflanzt und nicht im Sommer. Deshalb bin ich im Moment dabei, Angebote für eine Winterlinde zu besorgen, die im Herbst inmitten der zwischen Lindenstraße und Kellerstraße gelegenen Insel gepflanzt werden soll. Die Obst- und Gartenbauberaterin des Landkreises, Frau Karger, hat dazu die Baumart Tilia cordata "Greenspire" empfohlen. Dafür werden aktuell nun Angebote eingeholt. Inzwischen hat der Bauhof die auf der Insel stehende Sitzgarnitur erneuert. Das läd zum Verweilen ein und es wäre schön, wenn an der Stelle von Zeit zu Zeit jemand Platz nimmt.
Spenden verboten?
Rund um die Spenden oder den Spendenaufruf für den Lindenbaum wird viel diskutiert, so hat man mir mehrfach zugetragen. Aus mir nicht bekannten Gründen halten angeblich manche den Spendenaufruf für falsch. Zustande gekommen ist er, weil ich von mehreren Bürgern aus Regelsweiler bereits während dem Fällen des Baumes darauf angesprochen worden bin, es müsse eine neue Linde gepflanzt werden und ich solle zu Spenden aufrufen. Dem Wunsch dieser Bürgerinnen und Bürger bin ich dann nachgekommen, habe selbst gespendet sowie die Mehrzahl der Gemeinderäte. Bürger aus Regelsweiler und aus anderen Teilorten sowie der Zusammenschluss der Dorfgemeinschaft Regelsweiler haben so viel gespendet, dass man nun einen ordentlichen Baum beschaffen kann. Was soll daran falsch sein? Sogar der Gesetzgeber findet es richtig, dass Gemeinden so etwas machen. In § 78 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg steht es schwarz auf weiß: \"Die Gemeinde darf zur Erfüllung ihrer Aufgaben Spenden... einwerben und annehmen.... Die Einwerbung und die Entgegennahme des Angebots einer Zuwendung obliegen ausschließlich dem Bürgermeister...\"
Deshalb wäre es nicht ganz verkehrt, die Diskussion zu beenden. Den Spenderinnen und Spendern herzlichen Dank, Sie haben etwas Gutes getan. Wer nicht spenden wollte, das ist ja schließlich freiwillig, sollte eigentlich allen Spendern danken, denn sonst hätte man den neuen Baum aus Steuergeldern bezahlen müssen. Ach ja, Steuern, das haben die Spender durch ihre Spendenbereitschaft sparen können.
Es grüßt Sie alle herzlich,
Ihr Ralf Leinberger,
Bürgermeister